Hyperlinks in SharePoint überprüfen: Eine Anleitung

von Roland Rickborn

Einführung

In dieser Blogpost-Serie befasse ich mich mit dem Aufspüren von defekten Verlinkungen in SharePoint Online. Dazu habe ich einen zweistufigen Prozess entwickelt. In der ersten Stufe geht es darum, defekte Links zu finden. In der zweiten Stufe geht es darum, die gefundenen Verlinkungen zu reparieren. In den ersten beiden Teilen der Blogpost-Serie habe ich zwei kommerzielle Lösungen vorgestellt [1] und den Link Checker und seine Funktionen beschrieben [2]. In diesem Blogpost beschreibe ich die Details der Evaluierung etwas näher.

Problemstellung unterschiedlicher Link-Typen in SharePoint

Im Rahmen der Erfassung von Verlinkungen im Intranet durch den Link Checker habe ich mehrere Typen von Verlinkungen definiert. Die Evaluierung folgender Typen möchte ich hier näher beschreiben:

  • SharePoint-interne Verlinkungen
  • Firmen-interne Verlinkungen
  • Besondere Firmen-interne Verlinkung und
  • Verlinkung zu einer externen Ressource

Lösungsansatz der individuellen Überprüfung von Links in SharePoint

Zuerst versuche ich den Typ der zu untersuchenden Verlinkung zu ermitteln. Anhand bestimmter Ausdrücke (etwa: enthält „sharepoint“) lässt sich der Typ der Verlinkung in der Regel bestimmen.

SharePoint-interne Verlinkungen

Hier ist eine Auswahl an Verlinkungen, die im Microsoft 365 Universum auftreten können und die alle zur gleichen Seite führen:

https://contoso.sharepoint.com/sites/LinkCheckerTestSite/SitePages/Any-Page.aspx?OR=Teams-HL&CT=xxxxxxxxxxxxx&clickparams=xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
https://contoso.sharepoint.com/:u:/s/LinkCheckerTestSite/xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx-xxxxxxxxxxxxxxxxxxx?e=xxxxxx
https://contoso.sharepoint.com/sites/LinkCheckerTestSite/SitePages/Any-Page.aspx?from=SendByEmail&e=xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx&at=x
https://contoso.sharepoint.com/sites/LinkCheckerTestSite/SitePages/Any-Page.aspx
/sites/LinkCheckerTestSite/SitePages/Any-Page.aspx

Der erste Schritt bei der Evaluierung von SharePoint-internen Verlinkungen besteht für mich darin, jeden Hyperlink zu normalisieren. Als Normalform nehme ich dabei diese Form an:

https://<Tenant>.<Domain>/sites/<Website-Name>/<Bibliotheksname>/<Seitenname>.aspx

Der normalisierte Link wird dann im Client aufgerufen und das zurückgegebene Ergebnis wird analysiert. Dabei kommt ein Satz von allgemeinen Regeln zur Anwendung. Eine der Regeln prüft auf das Vorhandensein der SharePoint-Suchleiste, die es auf jeder validen SharePoint-Seite zu finden gibt. Ist die Suchleiste nicht vorhanden, handelt es sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht um eine valide Seite. Der überprüfte Hyperlink ist in diesem Fall also defekt.

Firmen-interne Verlinkungen

Mit Firmen-internen Verlinkungen meine ich Links zu Anwendungen, die im Intranet des Unternehmens von der eigenen IT gehostet werden. Entweder handelt es sich um dabei um Standardprodukte von externen Anbietern oder es sind tatsächlich individuell entwickelte Lösungen.

Mein Ansatz ist, in einer Voruntersuchung die Häufigkeiten solcher Verlinkungen zu ermitteln und dann für die am häufigsten verlinkten Anwendungen Regeln für defekte Links zu ermitteln. Gut entwickelte Anwendungen senden z. B. ein eindeutig identifizierbares „404“, wenn die Anwendung eine angeforderte Ressource nicht finden kann. Andere Anwendungen senden stattdessen z. B. ein „Error“ oder „Not Found“. Für all diese Fälle habe ich Regeln aufgestellt. Jede Regel hat eine positive oder negative Gewichtung.

Bei der Evaluierung Firmen-interner Verlinkungen wird die zu untersuchende Verlinkung jeder Regel unterzogen. Dadurch sammelt sie Plus- und Minuspunkte. Am Ende wird summiert und analysiert und in Abhängigkeit vom Ergebnis entschieden, ob der evaluierte Link mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit defekt ist oder nicht.

Typische Indikatoren für defekte Links, die zu Minuspunkten führen, sind:

  • Seitentitel enthält „404“; hohe Gewichtung
  • Seite enthält „404“; mittlere Gewichtung
  • Seite enthält „not found“; mittlere Gewichtung

Typische Indikatoren, die zu einer positiven Beurteilung führen, sind:

  • Seitentitel enthält „Not authorized“ ; mittlere Gewichtung
  • Seite enthält bestimmte Komponente, z. B. der Fußzeile einer Anwendung; hohe Gewichtung
  • Seite enthält „zugriff verweigert“; mittlere Gewichtung

Bei Fehlermeldungen mit den Stichworten „Not authorized“ bzw. „Kein Zugriff” gibt der Link Checker den Status „evaluate manually“ zurück.

Besondere Firmen-interne Verlinkungen

Als „besondere Firmen-interne Verlinkungen“ habe ich z. B. Verlinkungen zu Anwendungen definiert, die immer noch auf Microsoft Access basieren. Auf solche Anwendungen muss in der Regel mit dem Internet Explorer zugegriffen werden. Diese Art von Anwendungen wird vom Link Checker nicht unterstützt. Wenn Sie eine solche Anwendung betreiben, empfehle ich Ihnen den Umstieg auf eine Cloud-basierte Lösung, siehe z. B. [3].

Verlinkungen zu externen Ressourcen

Verlinkungen zu externen Ressourcen lassen sich einfach anhand des HTTP-Status überprüfen. Leider gibt es manche externen Ressourcen, die anstatt mit einem eindeutigen „404“ mit einer Weiterleitung zur Homepage antworten (also mit 200). Weiterleitungen habe ich deshalb bei der Überprüfung des HTTP-Status nicht erlaubt. Hier müssen ggf. Ausnahmen gemacht werden.

Zusammenfassung des Link Checker Tools

Der Link Checker stellt unterschiedliche Verfahren zur Evaluierung einer Verlinkung bereit und kann damit sehr flexibel auf unterschiedliche Anforderungen und Umgebungen reagieren. Er unterstützt außerdem die Verwendung eines Proxies, eigene Zertifikate und Single Sign-on. Problematisch wird es bei fehlenden Berechtigungen! Ohne die Berechtigung, eine Ressource anschauen zu dürfen, kann keine Aussage über deren Verfügbarkeit getroffen werden.

Fortsetzung folgt…

Im nächsten Teil dieser Blogpost-Serie geht es um die Präsentation der Ergebnisse und ums Reparieren der gefundenen defekten Verlinkungen. Bleiben Sie also dran!

Link-Checker Reihe

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